Wer sich mit Wasserqualität beschäftigt, kommt an den Begriffen TDS, PPM und Mikrosiemens nicht vorbei. Doch was bedeuten diese Werte – und wie aussagekräftig sind sie wirklich?

Was bedeutet TDS?

TDS steht für „Total Dissolved Solids“ und beschreibt die Gesamtmenge der im Wasser gelösten Feststoffe wie Mineralien, Salze und Metalle. Diese Menge wird in Milligramm pro Liter (mg/l) oder in PPM (Parts Per Million) angegeben. Bei einem Wert von 25 PPM kommen auf eine Million Wassermoleküle 25 Moleküle gelöster Feststoffe.

Was ist der Mikrosiemens-Wert?

Der Mikrosiemens-Wert (µS) misst den elektrischen Widerstand des Wassers, der durch gelöste Partikel verursacht wird. Manchmal wird der µS-Wert in PPM umgerechnet: 2 µS/cm entsprechen dabei 1 PPM.

Warum sind TDS-Werte oft nicht aussagekräftig?

Ein hoher TDS-Wert bedeutet nicht automatisch schlechte Wasserqualität. TDS-Messgeräte erfassen nur die elektrische Leitfähigkeit – sie geben keine Informationen über die chemische Reinheit. Schadstoffe wie Pestizide oder Medikamentenrückstände leiten keinen Strom und werden von TDS-Messungen nicht erkannt. Ebenso wenig erfasst: Mikroplastik, Hormone, Bakterien und Viren.

Orientierungswerte

  • EU-Richtlinie für Trinkwasser: max. 200 PPM
  • WHO-Richtwert für Krisengebiete: bis zu 375 PPM
  • Leitungswasser in Deutschland: max. 1.400 PPM
  • USA-Empfehlung: 500 PPM

Leitungswasser in Deutschland liegt normalerweise zwischen 250 und 550 PPM – ein hoher TDS-Wert bedeutet also nicht zwingend schlechte Qualität.

Was tun?

Anstatt auf teure Laborberichte zu warten, kann man die Wasserqualität mit einem Wasserfilter sofort verbessern. Ein gutes Filtersystem entfernt Schadstoffe und erhält gleichzeitig nützliche Mineralien – unabhängig davon, ob der TDS-Wert hoch oder niedrig ist.

💡 Praxis-Tipps

Was ihr sofort tun könnt

1
Selbst beobachten lohnt sich
Nehmt euch Zeit, euer Leitungswasser bewusst wahrzunehmen — Geschmack, Geruch, Aussehen.
2
Quellen kennen
Wisst ihr, woher euer Trinkwasser kommt? Ein kurzer Blick auf die Webseite eures Wasserversorgers verrät viel.
3
Bewusst trinken
Ausreichend trinken ist die Basis — gefiltertes Wasser macht das einfacher, weil es geschmacklich angenehmer ist.
❓ Häufige Fragen

FAQ zu diesem Thema

Wie viel Wasser sollte man täglich trinken?
Faustregel: 30–35 ml pro kg Körpergewicht. Bei 70 kg also rund 2–2,5 Liter pro Tag. Mehr bei Sport, Hitze oder Krankheit.
Ist Leitungswasser in Deutschland sicher?
Grundsätzlich ja — die Trinkwasserverordnung gehört zu den strengsten weltweit. Probleme entstehen meist im Gebäude (alte Leitungen, lange Stagnation).
Sollte man Wasser im Voraus abkochen?
Nur bei akuten Verunreinigungs-Warnungen oder bei Säuglingen unter 2 Monaten. Sonst nicht nötig — und macht Wasser für Schwermetalle nicht sicherer.
⭐ Erfahrungen

Was Nutzer dazu sagen

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„Ich habe so viel über Wasser gelernt, was ich vorher nie hinterfragt hatte. Eyeopener!"
Kerstin H. · Dresden
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„Endlich verständliche Erklärungen ohne Esoterik und ohne Verkaufsmasche. Genau die Mischung, die ich gesucht habe."
Michael L. · Frankfurt
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„Die Hintergrund-Artikel haben uns sensibilisiert. Wir trinken jetzt bewusster und wissen, warum."
Lisa & Tom · Berlin
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